Linolschnitt Werkzeug: was ich wirklich benutze
Linolschnitt Werkzeug ehrlich erklärt: meine Pfeil-Messer, der Bambus-Baren, Papier, der LaserPecker für Lasergravur auf Holz und welches Set für Anfänger.

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In meinem Atelier gibt es keine einzige Presse. Kein Strom fürs Drucken, keine Kurbel, kein schweres Gerät. Mein Linolschnitt Werkzeug ist überraschend klein: ein paar Messer, ein Baren, Papier und Farbe.
Hier zeige ich dir, was ich wirklich benutze, was ich dir zum Anfangen empfehlen würde und wofür bei mir ein kleiner Laser auf dem Tisch steht.
Welche Messer für Linolschnitt? Meine Pfeil-Messer
Ich schneide mit Messern von Pfeil aus Langenthal. Griffe aus Birnbaumholz, Klingen von 70 mm. Es sind die einzigen Messer, die ich benutze. Jede Linie, die du in meinem Shop siehst, ist mit ihnen geschnitten.
Bei langen, parallelen Linien merkt man jede kleine Unsicherheit im Werkzeug sofort im Druck. Ein stumpfes Messer reisst das Linoleum aus. Darum bleibe ich bei diesen Messern.
Es gibt zwei Sets, die für mich Sinn ergeben:
- Pfeil 6-teilig: die Grundausstattung mit den wichtigsten Formen.
- Pfeil 12-teilig: dieselbe Idee, aber mit Zwischengrössen bei den V-Messern, den U-Messern und den flachen Messern. Praktisch, wenn du feine Abstufungen schneiden willst.
Wenn du gern mit Linien arbeitest, so wie ich, wirst du die Zwischengrössen schnell zu schätzen wissen. Wie aus diesen Linien Licht wird, steht in meinem Artikel über Linolschnitt vom Foto.
Drucken ohne Presse: der Baren
Gedruckt wird bei mir mit einem Baren aus Bambus, 12 cm Durchmesser. Jedes Blatt im Shop ist damit gedruckt. Ohne Strom, ohne Presse.
Das Prinzip ist einfach: Platte einfärben, Papier auflegen, mit dem Baren in kleinen Kreisen über die Rückseite reiben, bis die Farbe ins Papier gezogen ist. Dann abheben. Das dauert länger als mit einer Presse, und genau darum ist jedes Blatt ein bisschen anders. Ich ziehe jeden Druck einzeln ab. Kleine Unterschiede in der Farbe sind der Beweis, dass keine Maschine im Spiel war.
Ehrlich gesagt habe ich nie eine Presse besessen, nicht einmal eine kleine. Für meine Drucke habe ich sie bis heute nicht vermisst.
Papier und Farbe für Linoldruck
Für meine Originale nehme ich Hahnemühle Sumi-E, ein Papier im japanischen Stil mit 80 g/m². Es ist naturweiss, leicht rau und saugt die Farbe sehr gut auf. Gerade beim Drucken von Hand ist das wichtig.
Wenn du ausprobieren willst, wie sich dünnes Japanpapier anfühlt, ist Awagami Hosho mit 80 g eine gute Option. Bei so dünnem Papier zieht der Baren die Farbe sauber aus der Platte.
Bei der Farbe ist für Anfänger vor allem eines wichtig: dass sie sich gut reinigen lässt. Caligo Safe Wash zum Beispiel lässt sich mit Wasser und Seife abwaschen. Am Küchentisch ist das ein echter Vorteil.
Lasergravur auf Holz: meine Erfahrung mit dem LaserPecker
Neben Messer und Baren steht bei mir ein kleiner Laser. Mit dem LaserPecker LP2 graviere ich Holz und Karton: Etiketten, Schachteln, Geschenkanhänger. Er ist klein und liegt in der Hand.
Für Linolschnitte selbst nutze ich ihn nicht. Die Linien auf der Platte schneide ich alle von Hand. Der Laser ist für alles drumherum: Beschriftungen, Verpackung, kleine Anhänger aus Holz oder Karton.
Wer mehr Materialien gravieren will, schaut sich den LaserPecker LP4 an. Er hat zwei Laser: einen Diodenlaser für Holz, Leder und Karton und einen Infrarotlaser für Metall und Kunststoff.
Meine Erfahrung kurz zusammengefasst:
- Für Holz und Karton reicht der LP2 völlig.
- Wenn du auch Metall oder Kunststoff gravieren willst, brauchst du den Infrarotlaser des LP4.
- Lasergravur ersetzt keinen Linolschnitt, aber sie ist eine schöne Ergänzung für alles, was drumherum entsteht.
Linolschnitt Set für Anfänger: womit anfangen?
Mein ehrlicher Rat: Kauf am Anfang nicht das Teuerste. Du weisst noch nicht, ob du dabeibleibst. Bei mir hat es selbst mehrere Anläufe gebraucht.
- Zum Ausprobieren am Küchentisch: Das 22-teilige Set von Essdee ist der günstigste ehrliche Einstieg. Damit merkst du schnell, ob dir das Schneiden Freude macht.
- Wenn du weisst, dass du bleibst: Das kuratierte Set von Jackson’s ist eine solide nächste Stufe.
- Wenn es dich gepackt hat: Dann lohnen sich Pfeil-Messer. Mit ihnen ist jede Linie in meinem Shop entstanden.
Dazu ein Baren, ein Papier, das Farbe gut aufnimmt, und viel Geduld. Mehr brauchst du nicht.
Noch ein Tipp, der mit keinem Set mitgeliefert wird: Schneide immer vom Körper weg und halte die andere Hand hinter der Klinge. Scharfe Messer sind beim Linolschnitt sicherer als stumpfe, weil du weniger drücken musst.
Wenn du sehen willst, was mit diesem Werkzeug entsteht, schau dir alle Originale im Shop an. Und wie ich ein Foto Schritt für Schritt in einen Druck verwandle, liest du in Linolschnitt vom Foto.
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- Bambus-Baren 12 cmJackson's Art Supplies · PartnerlinkZu Jackson's Art Supplies ↗
- Awagami Hosho Japanpapier 80 gJackson's Art Supplies · PartnerlinkZu Jackson's Art Supplies ↗
- Caligo Safe Wash Relief-Farbe, SchwarzJackson's Art Supplies · PartnerlinkZu Jackson's Art Supplies ↗
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- LaserPecker LP4LaserPecker Europe · PartnerlinkZu LaserPecker Europe ↗
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Fragen
Welches Linolschnitt Set ist gut für Anfänger?
Für den ersten Versuch am Küchentisch reicht das 22-teilige Set von Essdee. Wenn du schon weisst, dass du dabeibleibst, lohnt sich ein kuratiertes Set wie das von Jackson's oder direkt Pfeil-Messer.
Brauche ich eine Druckpresse für Linoldruck?
Nein. Ich besitze gar keine Presse. Jedes Blatt in meinem Shop ist von Hand mit einem Baren aus Bambus gedruckt.
Kann man mit dem LaserPecker Holz gravieren?
Ja. Ich nutze den kleinen LaserPecker LP2, um Holz und Karton zu gravieren, zum Beispiel Etiketten, Schachteln und Geschenkanhänger.


